Automatisierung in PIM-Systemen

Product Information MANAGEMENT

Automatisierung – aus dem Griechischen für „sich selbst bewegend“ – bedeutet, dass bestimmte Aufgaben von selbst erfolgen. Diese Aufgaben werden, ohne manuelles Zutun, von einer Maschine oder einem System ausgeführt, wodurch der Mensch entlastet wird. Er übernimmt nur noch eine Überwachungsfunktion oder auch gar keine. In Bezug auf PIM-Systeme (Product Information Management) bedeutet Automatisierung die Verwendung von Technologie, um die Sammlung, Verwaltung und Verbreitung von Produktinformationen effizienter zu gestalten. In diesem Blogartikel gehen wir auf die Automatisierung in PIM-Systemen näher ein.

Was bringt dir Automatisierung? Sie spart Zeit und vermeidet Fehler. Du kannst sie mit Maschinen oder mit Software umsetzen. Am Anfang steckst du mehr Arbeit in den Aufbau. Doch danach laufen deine Aufgaben gleichmäßig und fehlerfrei ab. Maschinen und Systeme arbeiten rund um die Uhr. Sie brauchen keine Pausen. Heute geht Automatisierung sogar noch weiter: Künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT) lernen dazu und passen sich an.

Kurzer Exkurs: Automatisierung gibt es länger als gedacht

Automatisierung ist kein Produkt der Industrialisierung. Ihre Anfänge reichen bis in die Antike zurück, denn der Mensch war schon immer in Effizienz bestrebt, um sich sein Leben zu erleichtern. So schuf im ersten Jahrhundert nach Christi der griechische Mathematiker und Ingenieur Heron von Alexandria den ersten Verkaufsautomaten (ein Weihwasserautomat, welcher durch das Gewicht einer eingeworfenen Münze Weihwasser ausgab). Danach mussten allerdings viele Jahre vergehen, bis es mit der Automatisierung bemerkenswert weiter ging:

  • Erste industrielle Revolution im 18. Jahrhundert: Automatisierung durch die Nutzung der Dampfmaschine und die Mechanisierung der Produktion
  • Zweite industrielle Revolution im 19. Jahrhundert: Automatisierung durch die Verwendung von Elektrizität und Fließbandfertigung (Henry Ford)
  • Dritte industrielle Revolution in den 70er Jahren: Automatisierung durch die Nutzung von speicherprogrammierbaren Steuerungen und Computern
  • Industrie 4.0: Automatisierung erweitert um Digitalisierung und Vernetzung

Wir stehen mitten in der vierten industriellen Revolution. Sie wird durch die Digitalisierung vorangetrieben. Wichtige Treiber sind KI und IoT. Heute geht es nicht mehr nur um Maschinen und Computer. Geräte sind vernetzt und handeln selbstständig.

Automatisierung gab es schon in der Antike, hier am Bild von Heron von Alexandria

Automatisierung in PIM-Systemen

Ein PIM-System ist eine Software für die Pflege und Verteilung von Produktdaten. Automatisierung hilft dabei, Abläufe und Aufgaben mit Technik zu steuern. So brauchst du weniger von Hand einzugreifen. Hier sind einige Beispiele, wie das in PIM-Systemen aussieht:

1. Datenimport und -integration (Onboarding)

Produktdaten liegen oft in vielen Systemen verteilt. Stammdaten, technische Infos, Bilder und Texte kommen aus dem ERP, dem CRM oder direkt vom Lieferanten. Ein PIM-System bündelt all diese Daten. Über Schnittstellen werden sie automatisch importiert. Von dort aus kannst du sie weiter anreichern. Eine Eingabe von Hand entfällt. Du musst auch nicht prüfen, ob alle Daten da sind. Das System holt genau die Daten, die du brauchst. Kurz gesagt: Der automatische Import spart dir viel Aufwand.

2. Datenanreicherung

Bei der Datenanreicherung entstehen aus Rohdaten fertige Produkttexte. Auch hier hilft Automatisierung enorm. Statt Texte von Hand zu schreiben, übernimmt die KI. Sie erstellt aus den vorhandenen Merkmalen fertige Werbetexte. Zusätzlich lassen sich Daten automatisch mit SEO-Keywords, Übersetzungen oder Bildern ergänzen.

3. Workflow-Management

PIM-Systeme steuern Freigaben und Prüfungen automatisch über Workflows. So landen nur geprüfte Inhalte in deinen Kanälen. Aufgaben sind klar verteilt und mit Fristen versehen. Das schafft Transparenz im Team. Rückfragen und Fehler sinken. Und jeder Schritt lässt sich leicht nachvollziehen.

4. Content-Syndication

Der große Vorteil von PIM-Systemen liegt in der automatischen Syndizierung. Hiermit werden die fertiggestellten Produktinformationen an E-Commerce-Plattformen, Händler, Marktplätze und andere digitale Touchpoints automatisiert verteilt. Eine manuelle Datenübertragung bzw. ein Upload der Daten in die jeweiligen Kanäle entfällt vollends. Es wird aber nicht einfach nur übermittelt. Während der Syndizierung stellt das PIM-System sicher, dass die Produktinformationen den Vorgaben der Kanäle entsprechen und somit an den Touchpoints richtig wiedergegeben werden. Die Automatisierung im Bereich Content-Syndication kann aber auch genutzt werden, neue Kanäle einfach mal zu erproben, ohne große Investitionen tätigen zu müssen.

5. Datenpflege

Produktdaten ändern sich ständig. Mal kommt ein neues Sortiment dazu, mal passen sich Preise an den Markt an. Automatisierung hält deine Daten aktuell. Ändert sich etwas, wird es direkt in allen Kanälen übernommen. So bleibt alles konsistent, ohne dass du jede Stelle von Hand pflegen musst.

6. Qualitäts-Check

Manche PIM-Systeme, so wie OMN PIM, verfügen über eine Reifegradprüfung. Mit der Reifegradprüfung untersucht das PIM-System automatisiert, ob der generierte Produkt-Content sprichwörtlich reif ist, um in den Kanälen präsentiert zu werden. Reif bedeutet, ob alle Produktdaten vollständig vorliegen und ob die erfassten Daten auch tatsächlich richtig sind. Angezeigt wird der Status dabei per Ampelsystem. Wenn die Ampel auf grün ist, können die Daten den Kanälen übergeben werden, wenn nicht, muss zuvor noch eine Überarbeitung in den ausgewiesenen Feldern erfolgen.

7. Housekeeping

Produktdaten sind nicht statisch. Sie unterliegen ständigen Veränderungen. So kann es vorkommen, dass Daten schleichend „verschmutzen“. Daher sollten vorhandene Daten regelmäßig bereinigt werden, auch in einem PIM-System. Manche PIM-Systeme, wie OMN PIM, verfügen über Housekeeping-Automatismen, die diesen Reinigungs-Prozess automatisch anstoßen. So wird verhindert, dass die Datenbereinigung aufgeschoben wird. Das Ergebnis: Immer aktuelle Daten, die automatisch auf dem neuesten Stand sind.

8. Reporting und Analyse

Ein PIM-System erstellt Berichte automatisch und in Echtzeit. Du siehst sofort, wie es um deine Datenqualität steht. Manuelle Reports entfallen komplett. Und du bekommst Einblicke, die ohne Automatisierung kaum möglich wären.

Reifegrad-Modell in OMN PIM

OMN PIM ist unser PIM-System. Eines der erstaunlichen Merkmale ist, dass es über ein Reifegrad-Modell verfügt. Das ist eine Funktion, die Deine Produktdatenfelder automatisiert nach fehlenden Werten untersucht und diese Lücken schließt. Mithilfe dieser Qualitätsanalyse stellst Du sicher, dass Deine Produktdaten vollständig und zugleich richtig sind, bevor sie in die Deine Kanäle abgefeuert werden. Nur eines der Beispiele für Automatisierung in unserem PIM-System.

Automatisierung mit einem PIM-System am Beispiel von OMN PIM

Schlussgedanke: Automatisierung in PIM-Systemen

Produktdaten unterliegen ständigen Veränderungen. Entweder kommen neue Daten hinzu oder bestehende Daten werden ergänzt. Hierbei mit dem Kunden Schritt zu halten, kann sehr arbeits- und zeitintensiv sein. Indem man auf Automatisierung beim Management von Produktinformationen setzt, sei es beispielsweise beim Daten-Onboarding, der Texterstellung und Übersetzung oder der Syndizierung in die Verkaufskanäle, spart man sich unglaublich viel Zeit. Die gewonnene Zeit kann an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden. Warum also mit dem Kunden Schritt halten wollen, wenn man ihm auch einen Schritt voraus sein kann? Lerne am besten heute noch unser PIM-System „OMN PIM“ ganz unverbindlich kennen und profitiere von maximaler Automatisierung beim Management Deiner Produktinformationen: Online Demo anfordern >>

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