Composable PIM

Product Information Management

PIM ist im Composable Commerce unverzichtbar. Doch steigende Anforderungen stoßen bei starren PIM-Systemen an Grenzen. Zeit, sich mit Composable PIM näher zu befassen.

Laut Gartner steigert Composable Commerce die digitale Innovation um bis zu 60 % (Quelle: „Predicts 2023: Digital Selling Excellence Protects the Bottom Line During Economic Uncertainty“). Der Grund: Firmen können für jeden Prozess die beste Technik wählen. Das macht sie flexibel und skalierbar. So lassen sich Abläufe verbessern, Kosten senken und Neuerungen schneller umsetzen.

Lange galten PIM-Systeme nicht als Teil einer Composable Architektur. Das ändert sich nun. PIM bildet die Basis jeder Digital-Commerce-Strategie. Der Bedarf, sich agil an Trends anzupassen und stets den besten Produktinhalt zu liefern, bleibt bestehen. Zudem sagt Gartner: Bei über 50 % der digitalen Investitionen wird Kompatibilität ein Hauptziel sein.

Was ist Composable PIM?

Composable PIM bietet flexible Bausteine für verschiedene Aufgaben. Statt einer starren Lösung entsteht ein gezielter Fokus. So erreichen Firmen in jedem Bereich eine Top-Leistung. Dabei lassen sich Tools wie Digital Asset Management, Datenqualität oder Lieferanten-Onboarding frei kombinieren. Auch größere Module wie Auftrags- oder Preissteuerung passen ins System. So stellen Firmen genau die Inhalte und Funktionen bereit, die sie brauchen.

Composable PIM mit OMN PIM

Composable PIM in der Praxis: Architektur und Funktionsweise

Der Begriff „Composable“ beschreibt eine Architekturphilosophie, die aus dem MACH-Konzept (Microservices, API-first, Cloud-native, Headless) stammt. Im Kontext von PIM bedeutet das: Statt einer monolithischen Anwendung, die alle Funktionen unter einem Dach bündelt, wird die PIM-Funktionalität in kleinere, spezialisierte Services aufgeteilt — die unabhängig voneinander aktualisiert, ausgetauscht oder skaliert werden können.

Monolithisches PIM vs. Composable PIM: Die wesentlichen Unterschiede

Monolithisches PIM: Alle Funktionen — Datenpflege, Workflow, DAM-Integration, Kanalmanagement — sind in einer Applikation gebündelt. Updates und Erweiterungen betreffen immer das Gesamtsystem. Anpassungen sind möglich, aber in der Regel aufwändig und auf die Möglichkeiten des Systems beschränkt.

Composable PIM: Kernfunktionen werden als eigenständige Module oder über APIs verfügbare Services bereitgestellt. Ein Unternehmen kann zum Beispiel die Kerndatenverwaltung aus einem PIM-System nutzen, aber das Digital Asset Management durch ein spezialisiertes DAM-Tool ersetzen — und beide Systeme über APIs verbinden. Dabei bleibt jeder Baustein unabhängig wartbar und austauschbar.

Die praktische Konsequenz: Composable PIM gibt Unternehmen die Freiheit, für jeden Teilbereich die jeweils beste verfügbare Lösung einzusetzen. Das ist der Kern des Best-of-Breed-Ansatzes.

Composable PIM und B2B E-Commerce: Warum das Thema gerade jetzt relevant ist

Im B2B-Handel hat sich die Erwartungshaltung von Einkäufern in den letzten Jahren fundamental verändert: Produktsuche, Vergleich und Bestellung sollen so einfach und schnell funktionieren wie im B2C. Das stellt Unternehmen vor neue Anforderungen an ihre Produktdatenaufbereitung.

Gleichzeitig nimmt die Zahl der Ausgangskanäle zu: Eigener Webshop, B2B-Marktplätze (z. B. Wucato, Mercateo, Amazon Business), EDI-Anbindungen an Kundensysteme, Printmedien, Self-Service-Portale — jeder Kanal hat eigene Datenformate und Anforderungen.

Ein starres, monolithisches PIM kommt hier schnell an seine Grenzen: Neue Kanäle lassen sich nicht schnell genug anbinden, Sonderanforderungen einzelner Marktplätze erfordern aufwändige Anpassungen, und das Gesamtsystem wird zur Bremse statt zum Beschleuniger.

Composable PIM löst dieses Problem strukturell: Durch die API-first-Architektur lassen sich neue Kanäle und Drittsysteme anschließen, ohne das Kernsystem anzufassen. Das macht Unternehmen agiler in der Reaktion auf neue Marktanforderungen.

Composable Commerce als Kontext: Das größere Bild

Composable PIM ist nicht isoliert zu betrachten — es ist Teil einer breiteren Bewegung hin zu Composable Commerce. Dieser Ansatz überträgt das MACH-Prinzip auf die gesamte E-Commerce-Architektur: Checkout, Suche, Produktdarstellung, Personalisierung, Pricing — jede Funktion kann als eigenständiger, austauschbarer Baustein implementiert werden.

PIM spielt in dieser Architektur eine zentrale Rolle: Es ist die Single Source of Truth für alle Produktdaten, die andere Systeme über APIs konsumieren — Headless-Commerce-Frontends, Suchsysteme, Personalisierungsengines. Ohne ein gut strukturiertes, API-fähiges PIM im Zentrum funktioniert Composable Commerce nicht.

OMN: Headless-fähig und API-first

apollon hat OMN von Anfang an mit offenen Schnittstellen konzipiert. Das bedeutet konkret:

  • Alle Produktdaten und Assets sind über REST-APIs abrufbar — von jedem System, das sich anbinden lässt
  • Drittanwendungen wie Headless-Shopsysteme, PIM-Frontends oder Marktplatz-Konnektoren können direkt auf OMN-Daten zugreifen
  • Der CI HUB-Connector ermöglicht den Direktzugriff auf OMN-Assets aus Adobe Creative Suite, Microsoft Office und WordPress heraus
  • Neue Kanäle können über das Channel Management in OMN ohne Systemeingriff konfiguriert und angebunden werden

Gartner listet apollon in seinem Composable-PIM-Umfeld unter den Anbietern, die den Composable-Ansatz aktiv unterstützen. Das spiegelt sich in der Architektur von OMN wider: Als Suite aus PIM, DAM, Channel Management und Workflow-Engine bietet OMN einerseits die Integrationsstärke einer All-in-One-Lösung — andererseits die Offenheit und Erweiterbarkeit, die Composable-Architekturen erfordern.

Häufige Fragen zu Composable PIM

Brauche ich für Composable PIM ein eigenes Entwicklungsteam?

Das hängt vom Grad der Individualisierung ab. Vollständig entkoppelte Composable-Architekturen erfordern technisches Know-how für die API-Integration und das Systemmanagement. Hybride Ansätze — eine integrierte Suite wie OMN als Kern, mit der Option, einzelne Komponenten durch Drittlösungen zu ersetzen — sind für viele Unternehmen der praxistauglichere Einstieg in Composable.

Ist Composable PIM teurer als eine monolithische Lösung?

Die Lizenzkosten können vergleichbar sein — die Gesamtkosten hängen stark vom Integrationsaufwand ab. Vollständig modulare Composable-Setups mit vielen Drittkomponenten erfordern mehr Implementierungs- und Betriebsaufwand als eine integrierte Suite. Dafür bieten sie mehr Flexibilität an den Stellen, wo sie wirklich gebraucht wird.

Kann ich OMN in eine bestehende Composable-Architektur integrieren?

Ja. OMN ist API-first konzipiert und lässt sich als Produktdaten-Backbone in bestehende Composable-Commerce-Architekturen einbinden. Ob als Headless-Datenquelle für ein Commerce-Frontend oder als zentrales PIM in einem MACH-Stack — die offenen Schnittstellen von OMN machen diese Integration möglich.

Was muss ich bei Composable PIM beachten?

Ein Composable PIM ist zukunftsfähig. Es hilft, Trends früh zu erkennen, Neuerungen zu treiben und das beste Produkt-Erlebnis zu schaffen. Doch die Komplexität eines entkoppelten Systems sollte man nicht unterschätzen. Jedes Tool kostet Zeit bei der Einführung und braucht technisches Wissen. Außerdem muss vorher klar sein, welche Probleme Composable lösen soll.

Fazit

Die Möglichkeiten von Composable PIM sind nahezu grenzenlos. Doch nicht jedes Unternehmen braucht diesen Ansatz. Auch ganzheitliche Lösungen haben ihre Stärken. Ihre Bausteine sind perfekt aufeinander abgestimmt und arbeiten nahtlos zusammen. Welcher Weg besser ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Firmen mit bestehender IT oder geringen Anforderungen können auch mit einer All-in-One-Lösung gutes Product Experience Management betreiben.

Eines steht fest: PIM bleibt die Basis jeder Composable Commerce Strategie – ob als klassische oder modulare Lösung.

Hier kommst Du zum Artikel von Gartner zum Thema Composable PIM. In dem von Gartner veröffentlichten Artikel gehört auch apollon zu den PIM-Anbietern, die den Composable-Ansatz unterstützen. Lerne unser OMN PIM kennen.

OMN: PIM und mehr

Unser eigens entwickeltes OMN erfüllt alle Funktionen, die Du zur Vermarktung Deiner Produkte im E-Commerce benötigst. Es ist ausgestattet mit einem PIM (Management Deiner Produktdaten), einem DAM (Organisation all Deiner Assets) und einem Channel Management (Syndizierung der Produktdaten). Außerdem ist OMN vollgepackt mit neuester KI-Technologie, um zeit- und kostenintensive, manuelle Prozesse zu automatisieren. Die offenen Schnittstellen sorgen dabei für eine nahtlose Integration unseres OMN in bestehende Umgebungen (z.B. Online-Shops, Marktplätze, ERP- oder CRM-Systeme), um einen reibungslosen Datenaustausch zu ermöglichen. Ein bewährtes PXM-System der neuesten Generation! Nimm gerne Kontakt zu uns auf. Unsere E-Commerce-Experten stehen Dir gerne beratend zur Seite und stellen Dir unser OMN in einer persönlichen und unverbindlichen Demo vor.

Screenshot von OMN PIM
Screenshot von OMN PIM

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