Customer Journey im ECommerce optimieren: So vermeiden Unternehmen Umsatzverluste
ECommerce
Im letzten Blogartikel haben wir gezeigt, wo Firmen in der Customer Journey Umsatz verlieren. Das Ergebnis war klar: Verluste entstehen selten an einer Stelle. Stattdessen sorgen viele kleine Reibungen für Abbrüche – von der ersten Erwartung über die Suche bis zum Checkout.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr wo Umsatz verloren geht, sondern wie diese Verluste konkret vermieden werden können. Genau darauf gehen wir in diesem Artikel ein. Wir zeigen praxisnah, wie Unternehmen ihre Customer Journey gezielt optimieren können – Schritt für Schritt entlang der relevanten Phasen.
Customer Journey sichtbar machen, bevor sie optimiert wird
Viele Maßnahmen scheitern, weil sie auf Annahmen beruhen. Firmen verbessern Navigation, Checkout oder Produktseiten einzeln. Dabei vergessen sie den Blick auf die ganze Reise aus Kundensicht. Der erste Schritt ist daher klar: Die Customer Journey muss transparent und messbar werden.
Konkret bedeutet das:
- alle relevanten Touchpoints identifizieren (Marketing, Shop, Checkout, Service)
- Absprungpunkte pro Phase analysieren
- Nutzerverhalten über mehrere Sitzungen hinweg betrachten
Erst wenn klar ist, wo Nutzer:innen abbrechen und warum, lassen sich Maßnahmen priorisieren. Ohne diese Transparenz
werden häufig Symptome bekämpft, nicht Ursachen.
Erwartungen früh klären und konsequent erfüllen
Ein häufiger Grund für frühe Absprünge liegt in nicht erfüllten Erwartungen. Nutzer:innen kommen mit einer klaren Vorstellung in den Shop – ausgelöst durch Werbung, Suchergebnisse oder Empfehlungen. Wird diese Erwartung nicht erfüllt, entsteht sofort Misstrauen.
Um das zu vermeiden, sollten Unternehmen:
- Werbeversprechen und Landingpages inhaltlich abstimmen
- Preise, Lieferzeiten und Verfügbarkeiten früh kommunizieren
- klare Aussagen statt vager Marketingformulierungen treffen
Je früher Nutzer:innen verstehen, was sie erwartet, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines späteren Abbruchs.

Produktfindung vereinfachen statt erschweren
Ein zentraler Umsatzhebel liegt in der Phase der Produktentdeckung. Nutzer:innen wollen schnell relevante Produkte finden – nicht suchen müssen. Komplexe Sortimente erfordern daher eine klare Struktur.
Bewährte Maßnahmen sind:
- logisch aufgebaute Kategorien statt interner Organisationslogik
- Filter, die sich an Nutzerbedürfnissen orientieren (z. B. Anwendungsfälle, Eigenschaften)
- eine Suche, die auch ungenaue Eingaben sinnvoll interpretiert
Auch gezielte Empfehlungen helfen bei der Suche. Nutzer:innen bekommen Vorschläge auf Basis früherer Käufe oder ähnlicher Produkte. So sinkt der Aufwand beim Stöbern deutlich. Statt das ganze Sortiment zu durchsuchen, sehen sie passende Produkte auf einen Blick. Das steigert Zufriedenheit und Conversion Rate.
Wichtig ist: Bei der Suche geht es nicht um Design. Es geht um Conversion. Jede Hürde erhöht das Risiko für Absprünge – und kostet Umsatz.

UX-Optimierung und Performance: Reibung reduzieren, Entscheidungen beschleunigen
Eine gute Produktfindung verliert ihren Effekt, wenn die Nutzung des Shops insgesamt als träge oder anstrengend wahrgenommen wird. UX-Optimierung und Performance sorgen dafür, dass Nutzer:innen nicht aus dem Entscheidungsprozess herausgerissen werden.
Das heißt konkret: Abläufe so einfach wie möglich halten. Seiten müssen schnell laden. Filter und Sortierung sollten ohne Verzug reagieren. Wichtige Inhalte gehören sofort ins Blickfeld. Denn lange Ladezeiten oder ruckelnde Übergänge führen zu Absprüngen – egal wie gut das Sortiment ist.
Besonders relevant ist dies im mobilen Kontext, da hier Geduld und Aufmerksamkeitsspanne deutlich geringer sind. Wenn Produktlisten, Bilder oder Filter auf dem Smartphone nicht reibungslos funktionieren, wird die Customer Journey frühzeitig unterbrochen.
Je weniger Reibung Nutzer:innen spüren, desto schneller treffen sie eine Wahl. Und desto seltener brechen sie ab.

Checkout konsequent von Reibung befreien
Der Checkout ist einer der sensibelsten Bereiche der Customer Journey. Hier ist die Kaufentscheidung bereits gefallen – dennoch brechen viele Nutzer:innen an dieser Stelle ab. Ursache sind meist unnötige Hürden.
Konkrete Optimierungsansätze:
- Anzahl der Formularfelder reduzieren
- Pflichtangaben auf das Nötigste beschränken
- Fortschritt klar sichtbar machen
- alternative Zahlungsmethoden anbieten
- Kosten transparent und früh anzeigen
- Zahlungsmöglichkeit auch als Gast ermöglichen
Ein guter Checkout fühlt sich für Nutzer:innen einfach und kontrollierbar an. Alles, was zusätzliche Unsicherheit erzeugt, wirkt wie eine Einladung zum Abbruch.
Vertrauen gezielt aufbauen – nicht voraussetzen
Vertrauen entsteht nicht automatisch. Gerade bei neuen Kund:innen ist es ein entscheidender Faktor für den Kaufabschluss. Fehlende Vertrauenselemente führen dazu, dass selbst interessierte Nutzer:innen zögern.
Wirksam sind u. a.:
- Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte
- klare Informationen zu Rückgabe und Service
- sichtbare Sicherheits- und Zahlungsinformationen
- konsistente Marken- und Bildsprache
Auch gezielte Signale stärken das Vertrauen. Hinweise wie „Andere Käufer:innen wählten auch …“ oder Tipps auf Basis früherer Bestellungen schaffen ein Gefühl von Nähe. Nutzer:innen fühlen sich verstanden – nicht als anonyme Besucher.

Nach dem Kauf nicht aufhören
Viele Unternehmen betrachten den Kaufabschluss als Ziel der Customer Journey. Tatsächlich entscheidet sich langfristiger Umsatz jedoch erst danach. Schlechte Erfahrungen bei Lieferung, Rückgabe oder Support verhindern Wiederkäufe – selbst wenn der Kaufprozess überzeugt hat.
Optimierung endet daher nicht beim Checkout:
- klare Versandkommunikation
- einfache Retourenprozesse
- proaktive Serviceinformationen
- gezielte Reaktivierung statt Massenmailings
Auch Treueprogramme und gezielte Ansprache spielen eine große Rolle. Persönliche Angebote, Bonuspunkte oder Empfehlungen aus früheren Käufen holen Kund:innen dort ab, wo sie stehen. So entsteht aus einem Einzelkauf eine echte Beziehung.
Ein gutes Erlebnis nach dem Kauf spart nicht nur Aufwand im Support. Es stärkt auch die Bindung und sorgt für mehr Folge-Käufe.

Optimierung als kontinuierlichen Prozess etablieren
Die Customer Journey zu verbessern ist kein Projekt mit Enddatum. Nutzer, Technik und Trends ändern sich laufend. Wer Verluste dauerhaft senken will, muss ständig testen, messen und anpassen.
Dazu gehören:
- regelmäßige Auswertung von Nutzerdaten
- A/B-Tests für zentrale Touchpoints
- iterative Verbesserungen statt großer Relaunches
So wird die Customer Journey schrittweise besser – und Umsatzverluste werden dauerhaft reduziert.
Fazit: Umsatzverluste vermeiden heißt, die Journey ganzheitlich denken
Verluste in der Customer Journey kommen selten von einem großen Fehler. Es sind viele kleine Reibungen. Wer sie gezielt aufspürt und behebt, steigert nicht nur die Conversion Rate. Er schafft auch bessere Erlebnisse für Kund:innen.
Wer die Journey konsequent aus Nutzersicht denkt, senkt Abbrüche und stärkt Vertrauen. So werden mögliche Verluste zu echtem Umsatz.
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